Betreibung Finanzsanierung Schuldenberatung

Schweizer haben mehr Schulden, Deutsche weniger Privatpleiten. Evolutio AG baut Finanzsanierung aus.

Was den Finanzplatz betrifft, musste die Schweiz bisher keine allzu grosse Konkurrenz von deutschen Bankinstituten und Vermögensmanagern fürchten. Eher ist Deutschland als der wichtigste Private-Banking-Markt Europas für Schweizer Banken, Asset Manager und Vermögensverwalter äusserst attraktiv. Allerdings könnte der Finanzplatz Schweiz ein paar Kratzer in seinem Image bekommen, wenn man sich die Verschuldung der Privathaushalte vor Augen führt. Das liegt auch am relativ leichten Zugang zu Kreditkarten und Kleinkrediten, wie einer Pressemitteilung der Schweizer Finanzunternehmung Evolutio AG zu entnehmen ist.

Pro-Kopf-Verschuldung steigt

Einem Mit 838 Mrd. Franken Schulden, was einer Pro-Kopf-Verschuldung von rund 100.000 Franken entspricht, ist die Schweiz Spitzenreiter im globalen Schuldenranking. Bei deutschen Haushalten liegt das Schuldenniveau im Schnitt bei 30.000 Euro. Während in Deutschland die Zahl der Privatinsolvenzen kräftig zurückgegangen ist (um 38 Prozent im ersten Halbjahr 2018 gegenüber dem Jahr 2010), verbucht die Schweiz weiterhin rekordverdächtige Zahlen in Millionenhöhe bei Betreibungen und Pfändungen.

Deutsche Kunden zeigen sich offener und unkritischer gegenüber Finanzsanierung

Woran liegt es, dass in Deutschland die Schuldenquote und Zahl der Privatpleiten sinkt? Zum einen am Wirtschaftswachstum, der guten Beschäftigungslage, zum anderen aber auch an der Offenheit verschuldeter Haushalte für alternative Finanzlösungen, wie die professionelle Finanzsanierung. Die Evolutio AG, ein Schweizer Anbieter für Finanzsanierungen mit Sitz in St. Moritz, hat im deutschen Zielmarkt mittlerweile einen Anteil von 40 Prozent. „Unsere Kunden aus Deutschland versuchen in ihrer Schuldenlage erst gar nicht, weitere Kredite bei Banken oder im grauen Markt zu bekommen. Sie wollen ihre Schulden so schnell wie möglich bereinigen,“ berichtet Christine Spiess, Geschäftsführerin der Evolutio AG, auf Nachfrage. Sie wissen, was es bedeutet, Einträge bei der SCHUFA zu haben, wie negativ diese ihren Banken-Score beeinflussen und sie vor allem von den Leistungen und Angeboten der Finanzdienstleister auf lange Zeit abschneiden.

Schweizer Marktbedarf an Finanzsanierung längst noch nicht gedeckt

Deutsche Kunden machen schon eher Gebrauch vom Recht auf eine SCHUFA-Auskunft. Insofern wissen sie, dass mit entsprechenden Einträgen ihre Chancen auf einen Kredit minimal sind, wie Christine Spiess aus der Beratungspraxis zu berichten weiss. Die positive, rückläufige Entwicklung an Privatpleiten ist auch ein Effekt der ‚Schulden- und Finanzsanierung‘, die immer mehr Kunden aus Deutschland annhemen. Deutsche Anbieter fokussieren sich mehr auf die Schuldnerberatung, die angeschlossenen Leistungen von Customer Care inkl. Budgetcoaching und Zahlungscontrolling bis zum erfolgreichen Abschluss der Finanzsanierung sind in dieser Form eher unterrepräsentiert.

Betreibung – eine sinnvolle Lösung?

Für 2017 registrierte das Bundesamt für Statistik (BfS) 1,7 Millionen Pfändungsvollzüge und 649.572 Verwertungen. Jede fünfte Betreibung erfolgt aufgrund ausstehender Steuerzahlungen. Christine Spiess sieht ein grosses Problem für Schuldner in „ihrer fragilen Rechtslage. Sie können sofort ohne Mahnstufen betrieben werden, was einer sozialen Stigmatisierung gegenüber Vermieter, Bank und Arbeitgeber gleichkommt.“ 80 Prozent aller Pfändungen, die Endstufe der Betreibungskette, sind Lohn- und Erwerbspfändungen. Für die meisten ist das demütigend und peinlich. Nicht immer lässt sich das vor dem Arbeitgeber in Form der stillen Pfändung verheimlichen. Für den Gläubiger ist die Eintreibung von Geldern u.a. über Inkassobüros erfolgversprechend. Für den Schuldner ist es eine Verschärfung der Situation. Unabhängig davon, was die Ursache der Finanzprobleme ist, der Schuldner hat ein Liquiditätsproblem, das der Zahlungsbefehl nicht beheben kann. Woher soll er das Geld nehmen? Um der Härte der Betreibungskonsequenzen zu entgehen, versuchen es viele mit einem Kredit, allerdings ohne Chance.

Unabhängig davon, was die Ursache der Finanzprobleme ist, der Schuldner hat ein Liquiditätsproblem, das der Zahlungsbefehl nicht beheben kann. Woher soll er das Geld nehmen? Um der Härte der Betreibungskonsequenzen zu entgehen, versuchen es viele mit einem Kredit, allerdings ohne Chance.

Komfortable und offen zugängliche Lösung – das  Finanzsanierungsangebot

Vermittler und durchführende Institute für Finanzsanierung bieten Betroffenen die Möglichkeit, ihr Schuldenproblem mit Gläubigern einvernehmlich zu lösen – ohne dass sie verwaltungstechnisch und finanziell in Bedrängnis geraten. Gleichzeitig werden die Ansprüche des Gläubigers befriedigt – über verhandelte Nachlass- und Ratenzahlungslösungen. Ähnlich wie in der Schweiz haben deutsche Konsumenten Schulden bei Banken, Versandhändlern, Versicherungen, Behörden, Vermietern, Energieversorgern und Telefongesellschaften. Die Finanzsanierung ist eine komfortable Lösung für verschuldete Konsumenten und eine Alternative zu bonitätsgebunden Krediten.

Quellen:
Der vollständige Titel der zitierten Pressemitteilung lautet:
Kredite als Ursache von Verschuldung. Die Schweizer Evolutio AG steuert dagegen.

CrifBürgel: Schuldenbarometer 1. Halbjahr 2018: Erneut weniger Privatinsolvenzen in Deutschland 

Bildquelle: iStockphoto

Allgemein Finanzsanierung Schuldenberatung

Vom englischen „Debt Management“ lernen. Finanzservice für Schuldner.

Was in der Finanzbranche UK seit langem etabliert und gefragt ist, wird in der DACH Region von Medien und der Branche kritisch beäugt: professionelle Schuldenliquidation, Finanzanalyse und Finanzsanierung. Immer wieder mutmassen Kritiker dahinter dubiose Absichten: Sie übersehen jedoch, dass dieses Modell der Finanzdienstleistung den Service erbringt, den die Branche selbst nicht leisten kann und will, ihre Kompetenz und Möglichkeiten für die Beratung und Lösungsangebote der „Zielgruppe Schuldner“ einzusetzen. Man kann auch darüber spekulieren, ob diese Verweigerungshaltung eine Wettbewerbsreaktion ist, da sich in der Schweiz durchaus einige Anbieter für Finanzsanierung erfolgreich etablieren konnten.

Finanzprodukte dominieren die Wahrnehmung

So obliegt es den alternativen Anbietern, die strukturelle Lösungen vermitteln, anstatt das klassische Kreditgeschäft zu betreiben, die Zielgruppe aufzuklären und zu informieren. Die Dominanz an Finanzprodukten, mit denen der Markt überschwemmt wird, hat die Wahrnehmung der Konsumenten nachhaltig geprägt. Für die meisten ist Finanzdienstleistung identisch mit kapitalgebundenen Services. Dieser Fokus an Leistungen sowie das Defizit an Information und Angebotsvielfalt wirkt sich nachteilig auf Konsumenten aus, wenn es um alternative, flexible Lösungen im Fall von Schulden und massiven Finanzproblemen geht. Kurz gesagt: Konsumenten können nicht anders als in Kreditzusammenhängen denken. Die Anbieter für Finanzsanierungen und Schuldenregulierung werden folglich in einen Topf mit Kreditgebern geworfen. Ihre Kernleistung, die speziell auf die Finanzkunden „Schuldner“ zugeschnitten ist, wird „falsch“ wahrgenommen. In der Folge fühlt sich mancher Interessent düpiert, wenn er den „angeblichen Kredit“ nicht erhält.

Die Position der Schuldner stärken

Obwohl der kundige Konsument eigentlich wissen sollte, dass allein Banken und Kreditinstitute diesen vergeben dürfen und können. Doch das wird überlagert vom Glauben an den Kredit als die allein selig machende Lösung. Falsch! Es gibt zahlreiche Unternehmungen in der Schweiz, die sich am Modell des Debt Management orientieren –der Schuldenliquidation von Privatkunden und des Customer Care. Zeit wird es, denn es gibt für verschuldete Konsumenten in der Schweiz weder einen Handlungsspielraum noch ein Entkommen aus der Betreibungs- und Inkassofalle, sobald diese Massnahmen aufgesetzt wurden.

Betreibungsmassnahmen gleichen einer Erpressung

Die etablierte Branche hat bis heute nicht angemessen auf die wachsende Verschuldung der Schweizer Privathaushalte reagiert noch effiziente Lösungen entwickelt. Im Gegenteil wurde das Konsumkreditgesetz als auch das Schuldbetreibungs- und Konkursgesetz verschärft. Die Position der Gläubiger wurde gestärkt, die des Schuldners weiter geschwächt. Das befeuert logischerweise das Geschäft von Inkassofirmen, Anwälten und Betreibungsämtern. Der durch Gläubigervertreter unter Druck gesetzte Schuldner wird in ein Handlungsmuster gepresst: Entweder kommt er den Forderungen nach oder er muss die Zwangsvollstreckung und Pfändung in Kauf nehmen. Das klingt nicht nach Lösung, sondern nach Erpressung. Wer massive Finanzprobleme hat, wird selbst mit einem Zahlungsbefehl den Forderungen nicht nachkommen können.

Der durch Gläubigervertreter unter Druck gesetzte Schuldner wird in ein Handlungsmuster gepresst: Entweder kommt er den Forderungen nach oder er muss die Zwangsvollstreckung und Pfändung in Kauf nehmen. Das klingt nicht nach Lösung, sondern nach Erpressung. Wer massive Finanzprobleme hat, wird selbst mit einem Zahlungsbefehl den Forderungen nicht nachkommen können.

Finanzsanierer verstehen sich als Korrektiv und Alternative zu Kreditgebern

Finanzdienstleister aus UK bietet Betroffenen Leistungsvielfalt. Ohne Barrieren, ohne Zurückweisung, ohne Forderungen von Sicherheiten und Bonität. Schuldnern erhalten den Zugang zu Finanzpartnern, die professionelle Schuldnerberatung bieten, einen Schuldenaudit vornehmen, Budget- und Finanzanalysen erstellen, Finanzsanierungen durchführen und das Mandat von Schuldenregulierungsgesprächen mit Steuerbehörden, Banken und privaten Gläubigern übernehmen. Ob Schulden beim Steueramt, der Krankenkasse oder beim Kreditkartenanbieter, die Finanzsanierung ermöglicht betroffenen Konsumenten die Regulierung ihrer Verbindlichkeiten und einen nachhaltigen Ausstieg aus den Schulden.

 

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