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Vermögensschere in der Schweiz geht weiter auf, Verschuldung nimmt weiter zu.

Zieht man zum Jahresende eine ökonomische Bilanz, so ist die Vermögensschere zwischen arm und reich in der Schweiz nicht geringer geworden, wie die handelszeitung.ch berichtet. Gemäss einer Arbeit der Universität Zürich hat die Ungleichheit beim Vermögen seit 1981 stetig zugenommen. Die Ergebnisse der von der Sozialwissenschaftlerin Elena Wilhelm und dem Naturwissenschaftler Mischa Croci-Maspoli durchgeführten Studie basieren auf den Daten von drei statistischen Massen zur Ermittlung von Ungleichverteilungen.

Am Vermögenskuchen naschen nur wenige

Die Erkenntnisse der Arbeit korrespondieren mit dem Verteilungsbericht 2018 des Schweizerischen Gewerkschaftsbundes SGB. Das Vermögen verteilt sich in den Händen weniger. Das reichste Prozent besitzt rund 42 Prozent aller Vermögen. Der Anteil, den die untersten 90 Prozent besitzen sank von 28,3 auf 24,7 Prozent. Aber auch die Lohnschere ist in der Schweiz aufgegangen. Die oberen und obersten Löhne stiegen deutlich an im Gegensatz zu den Löhnen der grossen Mehrheit. Rund 14‘000 Personen verzeichnen ein Lohneinkommen von einer halben Million Franken und mehr. Mitte der 90er Jahre waren es gerade einmal 3.000 Personen.

 

Schulden in der Bevölkerung verteilen sich auf viele Schultern

Den Grossteil des Vermögenskuchens teilen sich wenige, an einem überdurchschnittlichen Einkommen partizipiert im Gegensatz zum Durchschnitt ein geringer Prozentteil. Wen wundert es bei dieser Entwicklung, dass bereits 40 Prozent der Bevölkerung in einem Haushalt mit mindestens einer Art von Schulden leben?! Alle fünf Jahre erfasst das Bundesamt für Statistik (BfS) die Verschuldungssituation von Personen in Privathaushalten. Neueste Zwischenergebnisse bestätigen, dass immer mehr Schweizer Bürger und Bürgerinnen in die Schuldenfalle geraten. Zahlungsrückstände sind die häufigste Art von Schulden – beim Steueramt, der Krankenkasse. Zahlungsrückstände bei Krediten (Fahrzeug-Leasing, Konsum- und Kleinkredite, Kreditkartenrechnung, Kontoüberziehung). Arbeitslose, Ausländerinnen und Ausländer, Personen zwischen 18 und 24 Jahren und Familien mit einem Kinde gehören zu den Privatpersonen, die in einem Haushalt mit mindestens drei Schuldenarten gehören.

Hoher Bedarf an Finanzservices für verschuldete Haushalte

Legt man diese Zahlen zugrunde, so brauchen mindestens 40 Prozent der Bevölkerung eine Lösung für ihre Schuldensituation. Das ist nicht unproblematisch, da einfach gesagt, keine Bank oder Kreditinstitut bereit ist, Schuldner“ zu finanzieren. Sie riskieren damit einen Kreditausfall bzw. weitere Verluste. Das Konsumkreditgesetz und der Bankscore verpflichten sie, die Bonitätskriterien einzuhalten. Insofern tut sich auch eine Schere in der Finanzdienstleistung auf, die sich immer weiter öffnet. Verschuldete Kunden brauchen eine professionelle Finanzdienstleistung und Branchenlösung zur Verbesserung ihrer finanziellen Lage, doch die Branche verweigert sie ihnen. Anders gesagt: Finanzservices bleiben vermögenden und bonitätsgeprüften Kunden vorbehalten, Privatpersonen mit einer oder mehreren Schuldenarten fallen durchs Dienstleistungsnetz.

Anbieter für Finanzsanierer zeigen Herz, Klasse und Kompetenz

Einzig Unternehmen für Finanzsanierung haben angefangen, auf den Marktbedarf mit kompetenten Leistungen und Lösungen zu reagieren. Sie übernehmen für nicht bonitätswürdige, verschuldete Kunden aus den unterschiedlichsten Berufsschichten und Einkommensgruppen eine Finanzsanierung zur Schuldenregulierung. Die professionellen Tools, mit denen die Anbieter arbeiten, sind u.a. Finanzanalyse, Saldenerhebung, Schlichtungs- und Vergleichsgespräche mit Gläubigern, Erstellung eines individuellen Finanz- und Tilgungsplans. Jeder Kunde wird individuell beraten und vom Kundenservice über die gesamte Laufzeit der Finanzsanierung bis zum erfolgreichen Abschluss betreut. Zu den Gläubigern, mit denen die Finanzsanierer verhandeln, zählen Steuerverwaltungen, Betreibungsämter, Krankenkassen, Banken, Versicherungen, Kreditkarten- und Mobilfunkanbieter. Kunden werden in ihrer Situation abgeholt, es werden ihnen keine Hürden wie Bonität, Risikofreiheit oder Einträge bei Auskunfteien in den Weg gestellt. Die individuellen Voraussetzungen können Interessenten bei den Anbietern direkt erfragen oder auf den Internetseiten nachlesen.