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Schweizer Immobilienmarkt laut UBS in Gefahr

Im dritten Quartal hat der Schweizer Markt für Wohneigentum die gefährliche Zone des Immobilienblasenindexes der UBS erreicht. Die Grossbank hat aber auch eine klare Vorstellung davon, in welchen Gefahrenregionen die Überhitzung am grössten ist und wie es weitergehen soll.

Ob am Immobilienmarkt eine Blase entsteht, wird in der Schweiz seit Jahren diskutiert. Nun ist es laut Daten der UBS tatsächlich so weit gekommen und es hat sich am Schweizer Markt für Wohneigentum eine Blase gebildet. Allerdings nicht der Form, die der üblichen Definition einer Blase entspricht. Bei einer solchen müssten nämlich die Preise nach einem steilen Anstieg ebenso schnell wieder abstürzen, was zu einem Platzen der Preisblase führt. Diese Blasen lassen sich jedoch meist erst im Nachhinein erkennen. Dazu kommt, dass am Schweizer Immobilienmarkt weit und breit nichts von einem Preissturz zu sehen ist. Dennoch hat der von der UBS berechnete Immobilienblasenindex im dritten Quartal die Schwelle von 2 Punkten überschritten und damit offiziell den Bereich erreicht, den die Grossbank als «Blase» bezeichnet. Auch wenn sich der Wert mit 2,05 zwar nur knapp innerhalb der Blasenzone bewegt, handelt es sich beim Anstieg gegenüber der Vorperiode um den mit Abstand stärksten seit Berechnung des Barometers. Zu den bisherigen Höchstwerten von 1989, als der Index 2,4 Punkte erreichte, fehlt zwar momentan noch ein gutes Stück, dennoch könnte dieser mit einem weiteren Anstieg in dieser Grössenordnung übertroffen werden. 

Situation ist “nicht nachhaltig”

Doch zunächst stellen sich folgende Frage: Wie lässt sich der grosse Sprung erklären und wie wird es in naher Zukunft weitergehen? Die UBS führt die aktuelle Entwicklung auf den starken konjunkturellen Schock durch die Corona-Pandemie zurück. Die Schweiz musste im Jahr 2020 den schärfsten Einbruch ihrer Wirtschaftsleistung der letzten 40 Jahre verzeichnen. Dieser Situation zum Trotz seien gleichzeitig die Preise für Wohneigentum nahezu explodiert und auch bei der Vergabe von Hypotheken sei eine hohe Dynamik zu beobachten. Die Grossbank bezeichnet diese Entwicklungen als «nicht nachhaltig». Somit seien die Preise für Eigenheim teuerungsbereinigt um 4 Prozent gegenüber dem Vorjahr gestiegen, während die Mieten dagegen um 2 Prozent sanken. Damit konnten sich die Eigenheimpreise noch stärker von den Einkommen abkoppeln und die Risiken, die mit den steigenden Hypothekarzinsen einhergehen, haben weiter zugenommen.

Hypothkarvolumen wächst gefährlich

Eine ähnliche Gefahr gehe vom ebenfalls jüngst stark gewachsenen Hypothekarvolumen aus. Laut UBS-Experten würde dieses bei einem Zinsanstieg oder einer Korrektur der Eigenheimpreise zu negativen Konsequenzen für die Wirtschaft führen. Die Ungleichgewichte konzentrieren sich aus regionaler Sicht hauptsächlich auf die Gebiete rund um die Stadt Zürich sowie auf die Zentralschweiz. Vor allem in diesen Regionen seien in den vergangen zehn Jahren die Preise für Wohneigentum überdurchschnittlich geklettert. Dazu kommt, dass dort die Eigenheimpreise im Vergleich zu den Jahresmieten weiter über dem Schweizer Mittelwert liegen. Als weitere Gefahrenregionen bezeichnet die UBS die Städte Basel und Lausanne. Die Regionen Lugano, Pays d’Enhaut, und Saanen-Obersimmental gehören derweil laut dem Index nicht mehr zu den Risikogebieten.

Bild: Gefahrenregionen https://www.ubs.com/ch/de/private/mortgages/real-estate.html
Titelbild: Photo by Fred Kearney on Unsplash

Coronakrise Finanzsanierung Schuldenberatung

Dank Frugalismus in die finanzielle Unabhängigkeit

Sie leben minimalistisch und träumen von finanzieller Unabhängigkeit: Frugalisten wollen im Eiltempo ein Vermögen aufbauen, damit sie frühestmöglich aus ihrem Job aussteigen können. Was es mit dem Trend aus den USA auf sich hat und wie Sie frugal leben können, erfahren Sie in diesem Artikel. 

Sparen durch Verzicht

«Frugal» bedeutet übersetzt so viel wie «sparsam» oder «genügsam». Der Trend zum Leben auf reduzierte und minimalistische Art kommt ursprünglich aus den USA und ist 2008 entstanden. Während der damaligen Wirtschaftskrise blieb vielen Menschen schlicht nichts anderes übrig, als sich auf das Nötigste zu beschränken. In einem Restaurant essen? Liegt nicht drin. Sich auf einen Drink mit Freunden in einer trendigen Bar treffen? Unvorstellbar. Shopping, Fitnessstudio oder Kino – für die meisten von uns ganz normal – sind ebenfalls gestrichen. Frugalisten entscheiden sich aktiv für diesen Lebensstil und wollen auf diese Weise ein Vermögen aufbauen, um im besten Fall schon mit 40 in Rente zu gehen und nicht wie Minimalisten einfach aus der konsumorientierten Gesellschaft zurückziehen. Ausserdem sind sie der Meinung, dass ihr bescheidenes Leben keinesfalls ein Verzicht auf die schönen Dinge im Leben ist. Sie sind überzeugt, dass viele Anschaffungen für ein selbstbestimmtes und erfülltes Leben gar nicht nötig sind. Die bewusste Einschränkung hat also keinen Einfluss auf ihre Lebensqualität.

3-Tage-Regel

Natürlich kommen auch Frugalisten nicht ganz ohne Konsum aus. Fixkosten wie Miete, Versicherungen, Lebensmittel oder Kleidung lassen sich nunmal nicht einfach aus dem Leben streichen. Doch sie haben stets ihre Kosten genau im Blick und wissen auf den Rappen genau, wie viel sie monatlich wofür ausgeben können, um ihre Sparrate zu erreichen. Steht eine höhere Investition an, denken sie genau über die Anschaffung und ihre Wichtigkeit nach – und dies oft drei oder mehrere Tage lang. Auf diese Weise werden Impulskäufe gestrichen und nur gekauft, was wirklich benötigt wird.

Frugalismus ohne Investieren funktioniert nicht

Sparen allein reicht Frugalisten – ganz im Gegensatz zu Minimalisten – nicht. Denn die gesparten Summen landen nicht auf dem Sparkonto, sondern werden in Immobilien, Aktien oder Anleihen investiert. Dabei wird aber weniger spekuliert, sondern viel mehr auf geringe Erträge mit geringem Risiko gesetzt. Ziel ist es, auf Dauer passives Einkommen zu generieren, damit monatlich genug Rendite abgeworfen wird, um davon leben zu können. Dies setzt aber auch Know-How über Finanzen, Aktien und Anlagen voraus und ist wohl einer der Gründe, weshalb es im Internet zahlreiche Finanzblogs von Frugalisten gibt. Erreicht man einen gewissen Betrag, kann sich aus der kapitalistischen Gesellschaft «freikaufen» und erlangt finanzielle Unabhängigkeit. Gearbeitet wird nur noch, wenn man Lust hat und es bleibt mehr Zeit für Familie, Freunde und Freizeit. Wie lange man als Frugalist durchalten müsste, um frühzeitig in Rente zu gehen, lässt sich übrigens ganz einfach im Internet berechnen

Frugalismus als DIE Lösung bei finanziellen Problemen? 

Dass das Konzept des Frugalismus funktionieren kann, beweisen jede Menge Erfolgsgeschichten und Dokus. Ob man jedoch dafür bereits ist, jahrzehntelang auf die grossen und kleinen Freuden im Alltag zu verzichten, ist natürlich jedem selbst überlassen. Jedoch lässt sich Frugalismus mit einem niedrigen Gehalt, das nur knapp über dem Existenzminium ist, nicht umsetzen, da man so kaum etwas auf die hohe Kante legen und investieren könnte. Ausserdem setzt Frugalismus voraus, dass man so früh wie möglich diesen Lebensstandard annimmt, um das Ziel, mit 40 in Rente zu gehen, auch zu erreichen. 

Bei finanziellen Unsicherheiten oder Geldknappheit empfiehlt sich der Umstieg zum Frugalismus somit nur bedingt. Sollten Sie – auch aufgrund von Corona – in dieser schwierigen Situation Unterstützung benötigen oder jemanden suchen, der Ihnen bei Finanzfragen zur Seite steht, sind wir der perfekte Partner an Ihrer Seite, um Ihre finanziellen Probleme nachhaltig zu lösen.

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