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Schweizer Wirtschaftswachstum schwächelt im zweiten Quartal

Nach vorläufigen Berechnungen hat sich die Schweizer Konjunktur im zweiten Quartal leicht abgeschwächt. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg im Zeitraum von April bis Juni 2019 im Vergleich zum Vorquartal nur noch um enttäuschende 0,3 Prozent.

Nach einem von 0,6 Prozent auf 0,4 Prozent revidierten Wert im ersten Quartal nun die nächste Enttäuschung. Die Inland- und Auslandnachfrage hätten sich im Einklang mit anderen europäischen Ländern schwach entwickelt. Das habe insbesondere die Dienstleistungsbranchen stark belastet, wie das Staatsekretariat für Wirtschaft (Seco) mitteilte.

Bereinigte Zahl wegen Sportanlässen

Das Seco hat zusätzlich eine «Sportevent-bereinigte» BIP-Zahl veröffentlicht, da in der Schweiz vor allem in geraden Jahren zahlreiche Sportanlässe stattfinden. Diese liegt im Vergleich zum Vorquartal bei 0,3 Prozent (Q1: 0,6%) und im Vergleich zum Vorjahr bei 0,9 Prozent (Q1: 1,3%). Dennoch lag die Wachstumsrate im Rahmen der Erwartungen. Von AWP befragte Experten schätzten das Wachstum zum Vorquartal lediglich auf ein knappes Plus von 0,0 bis 0,4 Prozent.

Foto: Markus Spiske via Unsplash

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Umfrage: Immer mehr Schweizer blicken in eine düstere Zukunft im Arbeitsleben

Eine aktuelle Studie der Beratungsfirma EY «Zukunft der Arbeit» hat zum Teil überraschende Ergebnisse geliefert. Denn obwohl die Mehrheit der Schweizer Arbeitnehmer mit ihrer jetzigen Anstellung zufrieden ist, sehen viele die Zukunft mit einer gewissen Sorge.

Für die meisten Schweizer Arbeitnehmer ist laut der Umfrage ein gutes Verhältnis zu den Arbeitskollegen und zum Vorgesetzten sowie die Anerkennung von erbrachten Leistungen besonders wichtig. Während vor allem jüngere und ältere Angestellte zufrieden mit ihrer aktuellen Anstellung sind und dieser auch in den nächsten Jahren noch nachgehen wollen, ist die Altersgruppe der 45- bis 54-Jährigen am unzufriedensten. Viele der Beschäftigten in diesem Alter blicken in eine ungewisse Zukunft und rechnen mit weniger Arbeitsplätzen.

Besonders zuversichtlich in die Zukunft blicken laut der Umfrage junge Männer mit Hochschulabschluss, die in den Städten leben. Sie sind überzeugt davon, dass Maschinen die Menschen nicht ersetzen können und sie selbst aktiv dazu beitragen, die Welt positiv zu verändern. Die Befragten in fortgeschrittenem Alter sind dagegen skeptischen und machen sich Sorgen um ihre Arbeitsplätze und darüber, dass Stress am Arbeitsplatz, lange Arbeitszeiten und eine hohe Arbeitsbelastung weiterhin zunehmen werden. 

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