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Wege aus der Finanzkrise: Betreibungsstopp wird aufgehoben und Bund verspricht Hilfspaket

Die aktuelle Coronakrise stellt viele Menschen vor finanzielle Herausforderungen. Trotzdem fährt die Justizministerin die Betreibungsgerichte wieder hoch, um einen finanziellen Kollaps zu verhindern. 

Betreibungsstopp wird nicht verlängert

Im März hatte der Bundesrat ein Betreibungsverbot als Notmassnahme eingeleitet, um eine krisenbedingte Konkurswelle zu verhindern. Bei dem Betreibungsstopp handelt es sich nicht um einen Schuldenerlass, sondern um eine Massnahme um Firmen zu unterstützen und vor möglichen Konkursen zu schützen. Aber so wurde ebenso darauf verwiesen, dass es sich hierbei um eine außerordentliche, zeitlich begrenzte Massnahme handelt. Karin Keller-Sutter betont in DerBund, dass wenn niemand mehr seine Rechnungen oder Schulden begleicht, dies sich folgenschwer auf die Wirtschaft und das Gesamtsystem auswirkt. Folglich entschied der Bundesrat am 08.04., dass die Betreibungsferien am 19.04.2020 enden.

Prognosen der Schweizer Wirtschaft

Die Dauer der Wirtschaftskrise ist ungewiss und das Staatssekretariat für Wirtschaft (Seco) geht davon aus, dass sich die Wirtschaft auf absehbarer Zeit nicht vollständig erholen wird. Auch die Schweizer Export-Branche wird darunter leiden – vor allem die Maschinen- und Elektronik-Branche sowie die Dienstleistungen des Fremdenverkehrs. Die WTO nimmt an, dass der globale Güterhandel in 2020 um 20 % einbrechen wird. Der Aussenhandel ist enorm wichtig für die Schweizer Wirtschaft, weswegen die Schweiz besonders stark davon betroffen sein wird. Die Bundesrätin geht aber davon aus, dass die aktuellen Probleme sich nicht über Jahre ziehen werden, sondern eher über Wochen oder Monate. Wohingegen die Seco sogar von einer Rezession ausgeht. Finanzminister Ueli Maurer prognostiziert ein Defizit von 20 bis 40 Milliarden Franken. Trotzdem greift der Staat schweizer Unternehmen unter die Arme. Karin Keller Sutter betont in einem Interview vom 23.04., dass das Hilfspaket des Bundes unnötige Konkurse und Arbeitslosigkeit verhindern soll. Weiterhin können Unternehmen bei Zahlungsschwierigkeiten bis zum 20. September einen verzugsfreien Zahlungsaufschub beantragen. Als weitere Massnahme soll das Kapitalschutzrecht sowie das Sanierungs- und Stundungsrecht angepasst werden, um drohende Überschuldungen zu vermeiden.  

Finanzielle Auswirkungen für die Schweizer

Durch den gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Lockdown wird ein großer Schuldenberg aufgebaut. Die meisten Schweizer erwarten eine Verschlechterung ihrer finanziellen Lage. Zumal die Coronakrise bereits bei vielen Schweizern finanzielle Engpässe beschert hat. Von den wirtschaftlichen Folgen sind besonders Jugendliche und Ausländer, sowie sozial Schwache betroffen. Die Einnahmen fehlen, doch die Ausgaben müssen gestemmt werden. Folglich haben viele Privatpersonen Probleme ihre Rechnungen und Schulden zu begleichen. Der Bundesrat reagierte im März darauf und beschloss für gut einen Monat die Schweizer vor Betreibungen zu schützen. Der Fristenstillstand für Betreibungen endete am 19. April. Ab sofort müssen Schweizer also wieder mit Betreibungen rechnen und Zahlungsbefehlen Folge leisten. Laut DerBund ersuchten viele in der aktuellen Situation finanzielle Unterstützung in der Form eines Kredites. Dennoch sollten Sie Ihren finanziellen Engpass nicht durch einen Konsumkredit überbrücken und ihre Schulden weiter aufschieben. Wir empfehlen Ihnen in diesem Fall umgehend einen Finanzsanierer anzuschreiben und sich professionell beraten zu lassen. Aber auch der Staat unterstützt Sie in der aktuellen Corona Pandemie. Die Bundesregierung bietet Selbstständigen einen Kredit von 9.000 € an, welcher nicht zurückgezahlt werden muss. Zudem werden Steuerzahlungen auf später verschoben

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Coronakrise Finanzsanierung Konsumentenschutz Schuldenberatung

Wie unser Arbeitsleben unter der Coronakrise leidet

Die Krise rund um die grassierende Corona-Pandemie hat das Arbeitsleben in die eigenen vier Wände verlagert. Neben dem ganzen Komfort, den Homeoffice mit sich bringt, fordert dies auch einen unangenehm hohen Tribut.

Um die Ausbreitung des potenziell tödlichen Coronavirus so gut wie möglich einzugrenzen, haben viele Banken, Versicherungen und weitere Arbeitgeber grosse Teile der Angestellten nach Hause geschickt. Eine grosse Kantonalbank etwa hat inzwischen so gut wie allen Arbeitnehmenden erlaubt, von zuhause aus zu arbeiten, sofern es die Arbeit ermöglicht. Zuhause arbeiten ist einerseits angenehm, da der Arbeitsweg je nach Grösse der Wohnung oder des Hauses nur ein paar Fussschritte beträgt, man viel mehr Zeit mit der Familie verbringen und nach getaner Arbeit direkt den Freizeitbeschäftigungen nachgehen kann.

Homeoffice hat durchaus Schattenseiten

Die amerikanische Nachrichtenagentur Bloomberg hat dazu in einem ausführlichen Bericht zahlreiche Nachteile aufgelistet. Laut der Auswertung des Netzwerkproviders NordVPN arbeiten Menschen im Homeoffice rund drei Stunden länger als noch vor dem Lockdown. NordVPN hat zu diesem Zweck ermittelt, zu welchem Zeitpunkt und für wie lange die Nutzer mit dem Dienst verbunden sind. Von allen Ländern, in welchen das Unternehmen aktiv ist, machen die US-Amerikaner die meisten Überstunden. Im Vereinigten Königreich, Frankreich und Spanien hat sich der Arbeitstag um zwei Stunden verlängert, in Italien gibt es hingegen keine Veränderung. Auch die Struktur des Arbeit- und Alltags hat sich verändert: Ohne Pendeln haben sich die Aufwachzeiten nach hinten verschoben, stellte NordVPN fest. Laut des amerikanischen E-Mail-Clients Superhuman hätten sich aber dafür die Spitzenzeit für den E-Mail-Verkehr um eine Stunde nach vorne auf 9 Uhr morgens verschoben. Angestellte sind auch spät in der Nacht noch aktiv. Surfshark, ein weiterer VPN-Anbieter, verzeichnete Nutzungsspitzen zwischen Mitternacht bis 3 Uhr morgens, die vor dem Ausbruch des Coronavirus noch nicht vorhanden waren.

Neben der zeitlichen Mehrbelastung sorgt vor allem auch die nun in Schieflage geratene Work-Life-Balance für die grösste Beeinträchtigung der psychischen Gesundheit. Dies vor allem, weil man der Arbeit schlichtweg nicht mehr entrinnen kann, wenn sie in den eigenen vier Wänden stattfindet. Ohne sinnvolle Freizeitbeschäftigung und weil man aufgrund der aktuellen Situation zuhause bleiben sollte, haben viele Menschen das Gefühl, keine legitime Entschuldigung dafür zu haben, für die Arbeit nicht erreichbar zu sein. Bloomberg liefert dafür auch Beispiele:

So habe ein Mitarbeiter der amerikanischen Grossbank J.P. Morgan seine morgendliche Dusche unterbrochen, um an einer kurzfristig angesetzten ad-hoc-Besprechung teilzunehmen, nachdem er die Einladung von einem Kollegen auf seiner Smartwach gesehen hatte. Andere wohnen in Wohngemeinschaften, wo das Wohnzimmer tagsüber belegt ist, sodass die Betroffenen nur wenige Meter von ihrem Bett im Schlafzimmer arbeiten müssen, was sich auf die Arbeitsmoral und die Schlafgewohnheiten auswirkt. Das macht sich auch in repräsentativen Umfragen Anfang April und US-Angestellten bemerkbar: Knapp 45 Prozent der Arbeiter gaben an, dass sie in einen Burnout schlittern. Fast die Hälfte führte die psychische Belastung auf die gestiegene Arbeitslast, die Herausforderung, berufliches und persönliches Leben unter einen Hut zu bringen, und den Mangel an Kommunikation und Unterstützung seitens ihres Arbeitgebers zurück. 


Geben Sie acht auf sich und vor allem die persönlich Gesundheit. Kranke Arbeitnehmer sind gefährdeter den Arbeitsplatz zu verlieren und daran hängt oft eine Existenz. Wenn Sie durch die Krise in finanzielle Schieflage gekommen sind, ist das keine Tragik. Werden Sie gesund und erarbeiten Sie so schnell wie möglich mit einem Profi einen Finanz-Sanierungsplan. Unsere Empfehlungen helfen gerne weiter.

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