Finanzsanierung Kredite Schulden

Kredit als Finanzspritze und Schuldenlösung? Leider eine Illusion.

Macht man sich bewusst, dass über 50 Prozent der Schweizer das Internet für ihre Bankgeschäfte nutzen, ist die wachsende Affinität zu Online-Finanzangeboten mehr als verständlich. Besonders dann, wenn man eine Finanzspritze braucht oder in der Klemme steckt. Online-Kredite locken mit attraktiven Zinskonditionen. Das FinTech-Geschäft spart Kosten bei Human-Resources und Infrastrukturen, was sich positiv auf kundenfreundliche Konditionen auswirkt. Auch bei den Prozessen. Die Bearbeitung, Genehmigung und Abwicklung von Aufträgen über digitale Plattformen gehen einfach schneller. Vieles lässt sich automatisieren, standardisieren und dadurch auch Kosten senken. In Fachkreisen und Medien geht man davon aus, dass der Bankberater in der Filiale zu den Berufen gehört, denen man keine grosse Zukunft mehr bescheinigt.

Bonität muss sein – auch bei Online-Krediten

Wer jedoch meint, er könne sich bei einem Onlinekredit die Bonitätsprüfung sparen, der täuscht sich. Banken haben Schnittstellen zu allen Auskunfteien und erhalten die Informationen zu Einträgen des Kreditwilligen innert kürzester Zeit. Wer Schulden hat, ein laufendes Mahn- und Betreibungsverfahren oder einen Kreditausfall, der wird wegen fehlender Kreditwürdigkeit auch bei den seriösen Online-Anbietern abgelehnt. Für Konsumenten mit Schulden ist grundsätzlich von einem Kredit abzuraten, da dieser in vielen Fällen eine der Ursachen für Zahlungsschwierigkeiten ist. Ein Problem, das häufig erst während der Kreditlaufzeit beginnt; die Rate belastet ab einem bestimmten Zeitpunkt den Etat, andere Kostenpositionen wie Steuerrechnungen, Krankenkassenprämien oder unerwartete Aufwände wurden bei der Planung nicht berücksichtigt. Gerät man mit einer oder mehreren Raten in Zahlungsverzug oder muss eine Reduzierung der Rate mit dem Kreditgeber vereinbaren, findet sich das als negativer Eintrag im Register der ZEK (Zentralstelle für Kreditinformation) und anderen Auskunfteien wieder.
 

Kunden ködern mit falschen Versprechen

Besonders aggressive Anbieter im Markt versuchen gerade mit Kleinkrediten Kunden zu ködern, indem sie mögliche Bedenken erst gar nicht aufkommen lassen. Ihre Bonitätsprüfung wird recht oberflächlich durchgeführt, der Antrag schnell durchgewunken. Bei Problemen des Kreditnehmers ist es mit der Freundlichkeit schnell vorbei. Dann ziehen die branchen- und marktüblichen Mechanismen. Mahnung, Betreibung, Pfändung. Wer klug ist, sucht andere Lösungen für seine Finanzprobleme. Ein Kredit hilft nicht weiter, selbst wenn er mit einem vollmundigen Versprechen „ohne Schufa“, ohne ZEK“ verknüpft ist. Auch wenn dem so ist, zurückzahlen müssen Sie den Kredit auf jeden Fall. Das verfügbare Einkommen muss die monatliche Rate sichern und Ihr Haushalt diese wirtschaftliche Belastung kompensieren können – über die Laufzeit von bis zu 48 Monaten.

Besser entschulden als ein Risiko eingehen

Das Bundesgesetz für die Vergabe von Konsumkrediten (KKG) ist streng. Es erlaubt eine Kreditvergabe nur, wenn der Kreditnehmer ein risikofreier Kunde ist und sich nicht zu verschulden droht. Er muss imstande sein, die Kreditsumme zurückzahlen zu können und er muss eine „reine Weste“ bei der Bonitätsprüfung haben. Von „Geld leihen“ um Schulden zu begleichen (bspw. Steuer) ist abzuraten. Schulden löst man nicht mit neuen Schulden, auch wenn manche Staaten mit ihren Kreditaufnahmen genau das versuchen. Die Länderverschuldung belastet die Volkswirtschaft. Anbieter für gewerbliche Schuldenberatung und Finanzsanierung können andere Möglichkeiten aufzeigen und umsetzen, die verschuldeten Konsumenten erfolgreich aus ihrer Lage heraushelfen.
Bilder: iStockphoto

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Coronakrise Finanzsanierung Konsumentenschutz Schulden Schuldenberatung

Forderungen nach Lockdown-Lockerungen nehmen zu: Druck auf Bundesrat steigt

Mehrere Wirtschaftsverbände haben einen mehrstufigen Massnahmenplan vorgelegt und verlangen vom Bundesrat einen stufenweisen, aber raschen Ausstieg aus dem Corona-Lockdown ab dem 1. März. 

Der Bundesrat solle in Zukunft seine Entscheidungen «prinzipienbasiert und abhängig von der Durchimpfung der Schweizer Bevölkerung» fällen und nicht wie bisher teilweise willkürliche Verbote erlassen, schreiben der Wirtschaftsdachverband Economiesuisse, der Schweizerische Arbeitgeberverband und zahlreiche andere Branchenverbände, Handelskammern und Unternehmen am Sonntag in einer Mitteilung. Für sie spielt die Impfung der Bevölkerung die Hauptrolle, denn je mehr Menschen gegen Covid-19 immun seien, desto mehr wirtschaftliche und nicht zuletzt persönliche Freiheiten können wieder gewährt werden. Auch die Eigenverantwortung spielt dabei eine zentrale Rolle. Die aus über 30 Verbänden und Unternehmen bestehende Organisation peilt eine erste Öffnungsphase aufgrund der stark verbesserten epidemiologischen Lage ab dem 1. März an. Dies gelte in erster vor allem für Tätigkeiten im Freien, da bei diesen das Ansteckungsrisiko vergleichsweise gering sei. 

Wunsch: Änderungen für Events und Homeoffice-Pflicht

Auch die Beschränkung auf fünf Personen für Versammlungen im öffentlichen Raum ist der Organisation ein Dorn im Auge und soll gestrichen, mindestens aber gelockert werden. Der Branchenverband Gastrosuisse hat sich derweil die Eröffnung der Restaurants unter strengen Auflagen zum Ziel gesetzt, sofern diese die Schutzkonzepte einhalten. Zusätzlich sollen Läden für den nicht alltäglichen Gebrauch wieder öffnen und die Homeoffice-Pflicht in eine Empfehlung umgewandelt werden. Aus Sicht der Wirtschaftsverbände sei es entscheidend, dabei das Contact-Tracing aufrecht zu erhalten und Tests und Impfungen zu intensivieren.

Phasenplan vorgestellt

Sobald die Risikogruppen geimpft seien, fordert die Organisation in einer zweiten Phase die Wiedereröffnung von Restaurants, Fitness- und Wellnesseinrichtungen und Kinos. Auch Versammlungen im Freien und sportliche Tätigkeiten müssen ab diesem Zeitpunkt wieder uneingeschränkt ermöglicht werden. In der dritten Phase dürfe die Regierung geimpften Menschen keinerlei Einschränkungen ihrer persönlichen Freiheiten mehr auferlegen. Wenn alle Besucher immun seien und dies nachweisen können, müssten Kongresse, Messen, kulturelle und sportliche Grossveranstaltungen sowie Bars und Diskotheken wieder zugelassen werden. Die vierte und letzte Phase sieht laut Plan die Aufhebung aller verbleibenden Massnahmen zur Eindämmung der Pandemie vor. Diese soll eingeläutet werden, sobald 60 bis 80 Prozent der Schweizer Bevölkerung geimpft seien. Laut der Wirtschaftsverbände müssen Tests und Contact-Tracing jedoch aufrechterhalten werden, um erneute Ausbrüche der Pandemie zu verhindern. 

Photo by Elena Mozhvilo on Unsplash

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