Finanzsanierung Konsumentenschutz Presse & Medien Schuldenberatung

«Auch ein Börsencrash ist nicht ausgeschlossen»

Der Konflikt zwischen den USA und dem Iran droht in den kommenden Wochen tiefe Spuren an den Aktienmärkten zu hinterlassen.

Grund dafür seien die wachsenden Spannungen zwischen den USA und dem Iran. «Wenn dieser Konflikt weiter eskaliert, sind Turbulenzen an den Börsen unvermeidlich», warnt etwa Portfolio-Manager Thomas Altmann vom Vermögensberater QC Partners. Auch ein Börsencrash sei keineswegs ausgeschlossen. Analyst Timo Emden von Emden Research konstatiert derweil: «Nach einem fulminanten Börsenstart in das neue Jahr, vor allem befeuert durch die positive Entwicklung im US-chinesischen Handelsstreit, befinden sich Aktienanleger nur einen Tag später auf dem Boden der Tatsachen». Am Freitag geriet etwa der deutsche Dax nach dem freundlichen Jahresstart gehörig unter Druck und schloss 1,3 Prozent schwächer. In den USA verlor der Dow Jones 0,8 Prozent. Der Swiss Market Index gewann dagegen am Freitag 0,8 Prozent. 

Börsianer setzen aber weiterhin darauf, dass die grossen Notenbanken mit einer lockeren Geldpolitik das Schlimmste für die Börsen verhindern werden. Ausserdem hellten sich die Aussichten für die Weltwirtschaft prinzipiell auf, sagt Eckhard Schulte, Chef des Vermögensverwalters MainSky. Positiv sei vor allem die Teil-Einigung im Handelsstreit zwischen den USA und China, die am 15. Januar unterzeichnet werden soll. Die Furcht vor einer Eskalation dieses Konflikts hatte den Börsen in den vergangenen Monaten immer wieder zugesetzt.

Wenn Sie sich also nicht sicher sind, ob Sie zu diesem Zeitpunkt in ETFs, Aktien oder Fonds investieren wollen, sind Sie gut beraten, noch einige Wochen zu warten.


Wir möchten ausdrücklich darauf hinweisen, dass Sie für Aktiengeschäfte keine Kredite aufnehmen sollten, da diese durch eine kleine Veränderung an der Börse Totalverluste werden können.
Falls Sie bereits Schulden aufgebaut haben, möchte wir empfehlen, dass Sie sich mit einem Schuldnerberater über ihre persönlichen Möglichkeiten unterhalten sollten. HIER bieten wir auch eine Liste der von uns am Besten bewerteten Dienstleister an.


Photo by Austin Distel on Unsplash

Allgemein Finanzsanierung Schulden

SOS-Notfallplan bei Schulden. Tipps zur Selbsthilfe und was andere für Sie tun können.

Die gute Nachricht zuerst. Wer Schulden hat, kann sich davon befreien. Mit eigener und fremder Hilfe. Sicherlich sind Schulden eine unangenehme Sache, und sie können einem massiv zusetzen. Aber sie sind kein Schicksal, dem man sich ergeben muss. Was also können Betroffene tun? Der SOS-Notfallplan gibt wichtige Tipps und erklärt, was die Finanzsanierung für Betroffene tun kann.

Erstens: Stärken Sie Ihre Willenskraft!

Die Schuldenlösung fällt niemandem in den Schoss. Man muss sie wollen, mit aller Kraft und Konsequenz. Denn auf dem Weg in die Schuldenfreiheit ist Disziplin und Ausdauer gefragt. Schwächen und Nachlässigkeiten sind tabu. Vergessen Sie nicht: viele Schulden sind hausgemacht – keine Kontrolle und Übersicht über die Ausgaben, Anschaffungen und Kredite, die ma sich eigentlich nicht leisten kann, Kaufen auf Pump. Hier sollten Sie einen inneren Schnitt machen, sich selbst in die Pflicht nehmen und ab sofort jede Ausgabe auf ihre Notwendigkeit überprüfen.

Zweitens: Stellen Sie sich unter Sparzwang!

Mit Sparen schaffen Sie das notwendige, wirtschaftliche Gegengewicht zu der Haushalts- und Finanzverwaltung, das zur Verschuldung beigetragen hat. Sie kontrollieren und hinterfragen alle Kosten und Ausgaben. Das trifft auch liebgewonnene Gewohnheiten – Lebensmittel, Restaurantbesuche, Genussmittel, Shopping, Telefonabonnements u.a. Betrachten Sie das als Luxusausgaben, die Sie sich bis auf Weiteres nicht mehr leisten können und wollen. Als Einzelperson lässt sich das leichter umsetzen als in der Familie. Aber machen Sie Ihrer Familie Mut und wecken Sie in ihr die Vision, wie schön das Leben erst ohne Schulden sein wird.

Drittens: Kappen Sie die Kosten!

Sparen heisst planen. Und zwar die Kostenstrukturen zu bewerten und festzulegen, wo Sie sinnvolle Einspareffekte erzielen können.

Bei Schulden an Fahrtkosten sparen

Brauchen Sie unbedingt Ihr Auto oder würden Sie mit Öffentlichen Verkehrsmitteln besser fahren? Wenn es Ihnen zu schwerfällt, sich von Ihrem Fahrzeug zu trennen, sollten Sie es wenigstens für eine Zeit lang stillstellen und von der Versicherung abmelden. Das spart Kosten. Auch ein Carsharing-Modell oder die Mitfahrgelegenheit könnten eine Alternative sein.

Bei Schulden die Mietkosten senken

Haben Sie schon die Möglichkeit eines Umzugs in eine billigere Wohnung überlegt? Die Miete inkl. Nebenkosten sollte nicht mehr als ein Drittel des Einkommens betragen. Die anfallenden Kosten für einen Umzug sind zu berücksichtigen. Lässt sich das weitgehend selber und mit Hilfe von Freunden machen, könnte sich das rechnen.

Bei Schulden Versicherungsprämien checken

Können Sie einen Prämienrabatt bei der Krankenkasse herausholen? Lassen Sie sich dazu bei einer entsprechenden Fachstelle beraten. Nehmen Sie sich Ihre Versicherungsverträge vor. Prüfen Sie, wie gut Sie abgesichert sind – bei Unfall, Arbeitslosigkeit, Haftpflicht – und nutzen Sie Vergleichsrechner auf Portalen. Vielleicht können Sie zu günstigeren Prämien wechseln. Prüfen Sie auch, ob Doppelspurigkeiten bei den Versicherungen vorliegen. Viele Personen in der Schweiz sind überversichert und unterschiedliche Abschlüsse können ähnliche Leistungen bzw. Teilleistungen enthalten. Nutzen Sie Wechsel- und Kündigungsoptionen, wenn Sie damit Kosten reduzieren können.

Photo by ROBIN WORRALL on Unsplash

Bei Schulden Telefonkosten reduzieren

Wie steht es um die Telefonkosten? Mit einem Prepaid-Handy telefonieren Nutzer oftmals günstiger als mit einem Abonnement. Immer das neueste Handymodell zu haben, ist nicht notwendig. Checken Sie auf jeden Fall Ihren Tarif auf den Konsumentenportalen und prüfen Sie die Kündigungsfrist. Wechseln Sie auf jeden Fall, wenn Sei dadurch Kosten einsparen können.

Viertens: Führen Sie ein Budgetbuch!

In verschuldeten Haushalten ist das Budgetbuch oder auch Haushaltsbuch Mangelware. Dabei wäre das Erfassen der Positionen ‚monatliches Einkommen‘, ‚Ausgaben‘, ‚Ausgaben Sparen und Schulden‘ von grösstem Vorteil. Das ist eine fundamentale Kalkulationsgrundlage, mit der Sie vor allem die Ausgaben besser managen und Prioritäten auch bei Zahlungen setzen können. Bei den Schulden ist es wichtig, einmal den vollständigen Status zu erfassen. Wie hoch sind Ihre Schulden gesamthaft? Bei wem haben Sie Ihre Schulden? Wo können rechtliche und amtliche Konsequenzen drohen (Betreibung, Gericht, Vollstreckung)? Was haben Sie zur Schlichtung unternommen? Für das Bezahlen der Schuldsumme brauchen Sie eine Strategie und einen Plan. Hier ist professionelle Hilfe unumgehbar.

Fünftens: Lassen Sie sich von Profis für Finanzsanierung helfen!

Kantone und karitative Einrichtungen bieten Fachberatungen an. Die Wartezeiten liegen z.T. zwischen 1 und 4 Wochen. Es gibt allerdings auch gewerbliche Anbieter, die mit der Finanzsanierung ein Komplettpaket an Leistungen bieten: Beratung, Schuldenmanagement und Finanzsanierung. Sie erfassen alle Schulden und Verbindlichkeiten, kontaktieren die Gläubiger, vereinbaren moderate Rückzahlungsraten, beraten Schuldner, erstellen Finanz- und Tilgungspläne, koordinieren die Zahlungen und coachen im Budgetmanagement. Am Ende der Laufzeit sind die Schulden getilgt. Finanzsanierungskunden verfügen dann über das notwendige Praxiswissen, wie sie künftig Schulden vermeiden und besser mit ihrem Budget umgehen.

Mögliche Beratungs- und Leistungspartner finden Sie in der Empfehlungsliste.

Titelfoto: evgeni-tcherkasski on Unsplash